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Urethritis (Harnwegsinfektion) und HPV

In einer Studie über chronische Harnwegsinfektionen wurde HPV in 31% von Proben nachgewiesen, die gegen 2 oder mehrere infektiöse Agenten positiv waren. In diesen Fällen ist es höchst wahrscheinlich, dass HPV eine signifikante Rolle spielt. HPV kann solch ein Umfeld schaffen, dass zur Persistenz anderer bakteriellen infektiösen Agenten, solchen wie Chlamydia, Mycoplasma und Ureaplasma beiträgt.

Minerva Urol Nefrol 1998 Dec;50(4):225-31:

Simultane Feststellung von HPV und anderen auf sexuellem Weg übertragenden Agenten bei chronischen Urethritis.

Chiarini F, Pisani S, Gallinelli C, Papi E, Seganti L, Degener AM, Pierangeli A, Gentile V, Brunori S, Di Silverio F.  Institut für Mikrobiologie, Medizinfakultät, Universität Rome La Sapienza.

“Voraussetzung: Viele Pathogene sind für nicht gonococcal Urethritis (NGU) verantwortlich. Dabei ist das Vorkommen von symptomatischen und asymptomatischen sowohl viralen, als auch bakteriellen Infektionen möglich. Insbesondere sind genitale Papillomaviren (HPVs) untersucht worden, weil sie mit gut- und bösartigen Läsionen von Penis und Urethra verbunden sind. Und weil das Vorhandensein möglichen männlichen Ausscheiderzustandes einer gegingen Überprüfung im Vergleich zu der Untersuchung sexuell aktiver Frauen unterzogen worden ist.

Methoden: Bei Männern mit chronischem NGU ist das DNA-Vorhandensein von Chlamydia trachomatis, Herpes simplex Virus (HSV) Typ 1 und 2, humanes Papillomavirus mittels PCR untersucht worden. Das Vorhandensein von Gram positiven und Gram negativen Mikroorganismen, Mycoplasma hominis und Ureaplasma urealyticum ist mittels konventioneller Methoden der Zellkulturen untersucht worden.

Ergebnisse: Die vorhandenen Ergebnisse wiesen auf einen hohen Prozentsatz von Mischinfektionen hin, bis zu 36%. Genitales HPV DNA wurde in 31% von Proben, die gegen 2 oder mehrere infektiöse Agenten positiv waren; HSV DNA wurde in 10% der Untersuchten nachgewiesen.

Schlußfolgerung: Das begleitende Vorhandensein von verschiedenen Infektionsagenten konnte latente, subklinische oder chronische Infektionen mit periodischer Reaktivierung feststellen. Das betrifft in erster Linie die Ergebnisse, die schließen lassen, dass HPV und HSV Zitokinproduktion hervorrufen können, die die Expression von anderen infektiöser Agenten regulieren kann und für latente Chlamtdoinfektionen verantwortlich sein kann, die durch die Persistenz von diesem Mikroorganismus in einer veränderten Form, lebensfähig aber in einem negativen Kulturzustand, gekennzeichnet sind. Deshalb ist Informiertheit über Mischinfektionen wichtig, um die Behandlung von chronischen Urethritis festzulegen.”

In allen Fällen chronischer Urethritis soll der Digene Test eines zervikalen und urethralen Abstriches durchgeführt werden, um sie auf das Vorhandensein von HPV-Typen zu untersuchen. Aber sogar mit einem negativen Digene Test soll das Immunsystem gestärkt werden, um mögliche Infizierung mit HPV-Typen zu verhindern, die durch den Digene Test nicht nachgewiesen worden sind.

 

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Dr. Joe Glickman, Jr., M.D.

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