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Zervikaler Krebs und HPV

HPV ist die einzige festgestellte Ursache von zervikalem Krebs.

J Clin Virol 2000 Okt 1;19(1-2):1-5:

Humanes Papillomavirus und der Krebs: die epidemiologischen Nachweise.

Munoz N, Internationale Agentur für Krebsuntersuchung, 150 Cours Albert-Thomas, 69372, Cedex 08, Lion, Frankreich.

"Ziel: Die Zusammenfassung der von IARC (Internationale Agentur für Krebsuntersuchung) durchgeführten Untersuchungen von HPV und zervikalem Krebs liegt vor.

Ergebnisse: das 1. Ergebnis war die internationale Prävalenzübersicht von HPV-Typen beim invasiven zervikalen Krebs (ICC), die in 22 Ländern durchgeführt wurde. 99,7% von 1000 Fällen mit histologisch nachgewiesenem ICC wurden mit Hilfe von GP5+/GP6+ Primers oder E7-Primer auch als HPV DNA positiv aufgewiesen. Diese Tatsache bedeutet, dass HPV die notwendige Ursache von zervikalem Krebs ist. Die häufigsten HPV-Typen waren HPV 16 (53%), HPV 18 (15%), HPV 45 (9%), HPV 31 (6%) und HPV 33 (3%). HPV 16 war der vorwiegende Typ in allen geographischen Regionen, danach folgte HPV 18, der besonders im südostlichen Asien verbreitet war.

Der 2. Untersuchungsteil schloss in sich Fall-Kontrolle-Studien ein, die in 13 Ländern durchgeführt wurden. Sie umfaßten 2000 Fälle und 2000 Kontrollen. Die Häufigkeit von HPV DNA erzeugte das gemeinsame Odds Ratio (OR) 70. Die Assotiation war sowohl für Plattenepithelien (OR=74), als auch für Adenokarzinom (OR=50) gleichfalls stark. Dasselbe gilt auch für HPV 16 und 18 und die anderen, nicht so weit verbreiteten HPV-Typen. Unsere Ergebnisse ergaben: außer den HPV 16 und 18 können HPV 31, 33, 35, 45, 51, 52, 58 und 59 als krebserzeugend gekennzeichnet werden.

Die 3. Untersuchungsgruppe wurde auf die Feststellung von HPV DNA Prävalenz in randomisierten, nach dem Alter stratifizierten (in 5 Jahren, 15-19 bis zu 65+) Untergruppen (1100 Frauen) von der Grundgesamtheit gerichtet. 2 Altersgrenzen (<25 und >59 Jahre) wurden in manchen Ländern (Kosta-Rika, Mexiko, Kolumbien), aber nicht in allen (Argentinien) festgestellt. Es ist unklar, ob die 2. Altersgrenze von Virusreaktivierung oder Screening-Variationen bedingt ist oder eine Geburtskohortewirkung darstellt. Die Verbreitung der häufigsten HPV Typen in der Grundgesamtheit (HPV 16,18, 45, 31, 58, 33, 35) ist derjenigen bei den Zervixkarziomfällen ähnlich.

Schlußfolgerung: Unsere Studie gewährleistet die gründlichsten epidemiologischen Nachweise, die schließsen lassen, dass HPV nicht nur die Hauptursache von zervikalem Krebs, sondern auch die notwendige Ursache weltweit ist."

 

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Dr. Joe Glickman, Jr., M.D.

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